"Seelenwelten" - Programm

tagebuch „borderline – borderland“
Plakatausstellung zum Thema Borderline-Störung
mit Unterstützung des Bundesministeriums für Gesundheit und soziale Sicherung
5. bis 20. Dezember 2006
Eröffnung: 5. Dezember 2006, 18.00 Uhr
Forum der VHS

tagebuch „borderline-borderland“ hat Martina Schwarz ihre Arbeit betitelt, mit der sie ihre Diplomprüfung als Grafik-Designerin an der Fachhochschule Aachen 2002 ablegte. Darin hat sie ihre Erfahrungen und die anderer Betroffener mit der Borderline-Persönlichkeits­störung künstlerisch verarbeitet. Die Ausstellungstafeln zeigen Collagen, bestehend aus Fotos, Zeichnungen und Texten, die einen zutiefst berührenden Einblick in das Erleben von Betroffenen vermitteln. Begleitend zur Ausstellung erscheint ein Katalog, der in der Ausstellung kostenlos erhältlich ist.

„Borderline“ nennen Mediziner eine Persönlichkeitsstörung, unter der vor allem immer mehr junge Menschen leiden. Oft ist emotionaler oder sexueller Missbrauch in der Kindheit die Ursache. Die Betroffenen leiden, weil sie ihren Gefühlen vollkommen ausgesetzt sind und meistenteils nur brachiale Mittel wie Selbstverletzungen helfen, innere Ruhe und Ausgeglichenheit herzustellen. Häufig erfahren sie Unverständnis und Ablehnung auch von therapeutischer und ärztlicher Seite. Das Buch und die Ausstellung sollen dazu beitragen, über die Erkrankung zu informieren und die Betroffenen zu ermutigen, ihre Gefühle der Öffentlichkeit mitzuteilen.

An der Ausstellungseröffnung nehmen Christiane Tilly, Ergotherapeutin und selbst Border­line-Erfahrene, und der Psychiater Dr. Ewald Rahn teil. Sie haben sich – aus ihren unter­schiedlichen Blickwinkeln heraus – lange mit dem Thema beschäftigt und gemeinsam das Buch „Borderline – Das Selbsthilfebuch“ (Psychiatrie-Verlag, Reihe „Ratschlag“) verfasst.